Verfügbare Fördermittel 2010: 53.000 Euro

:: 23. November 2010 - die siebte Jurysitzung

Anträge für diesen Termin müssen bis zum 2. November 2010
eingegangen sein.

:: Gelungene Beispiele für geförderte Projekte

:: PRESSE

NEUE BROSCHÜRE EINGETROFFEN

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GELSENWASSER-Generationenprojekts zu bestellen.

PROJEKT DES MONATS

Miteinander Leben – voneinander lernen. Big Friends for Youngsters and Senoirs
Das Projekt bringt angehende Sozialhelferinnen und Senioren zusammen und schafft neue Kooperationsformen zwischen ihnen. Beide Zielgruppen bringen ihre Kompetenzen ein und können mit Hilfe der Kompetenzen der jeweils anderen, ihre Defizite abbauen und Bedürfnisse befriedigen. Projektstandort ist der soziale Nahraum, in dem beide Zielgruppen ihre alltäglichen Außenbeziehungen gestalten. Methoden aus dem Theater, der gestaltenden Kunst, dem Tanz, dem Gesang und dem Musizieren werden bei der Durchführung genutzt. Das theaterpädagogische Arbeiten orientiert sich an dem Konzept Augusto Boals: Das ursprünglich als politisches Instrument entwickelte „Theater der Unterdrückten“ wurde in den letzten Jahren durch introspektive Techniken um den psychosozialen Bereich erweitert. Mit dem Projekt wird das Thema „Wie sehe ich die Jungen? Wie sehe ich die Alten? – Konflikterfahrungen und Konfliktlösungen von Jugendlichen und Senioren.“ sowohl in seiner gesellschaftlichen, als auch der persönlichen Bedeutung bearbeitet und bekommt über evtl. Unterrichtsinhalte hinaus einen konkreten Charakter für den Einzelnen: Das Rollenverständnis hinsichtlich generationsübergreifender Themen findet nicht nur abstrakt außerhalb des eigenen Bezugsrahmens statt, sondern betrifft die SchülerInnen und Senioren jeden Tag neu im eigenen Erlebnisfeld. Bewegungsübungen und das Verkörpern innerer Bilder im Statuentheater lassen Vertrauen in sich und das Gegenüber wachsen und führen behutsam in den theaterpädagogisch themenbezogenen Prozess ein. Im Verlauf des Prozesses wird das Thema aus der Betroffenheit der Teilnehmer heraus szenisch weiter erarbeitet. Somit erschließt sich das Thema „Wie sehe ich die Jungen? Wie sehe ich die Alten? nicht nur auf der kognitiven Ebene, sondern auch auf der körperlichen: das Denken und das Körpererleben werden miteinander verknüpft. Ob Träume, Tragödien, chaotische Umstände oder gemächlich dahin fließende Ereignisse, es werden gemeinsam Geschichten und Anekdoten gesammelt und in kleinen Szenen in und mit der Gruppe nachgespielt. Aus den Alltagsdramen werden erinnerungswerte Geschenke und Geschichten des Lebens zum Leben erweckt. Insbesondere werden Beziehungen zwischen Menschen thematisieren, ihre Interkulturalität, ihren Motivationen und Entscheidungen an Wegkreuzungen und wichtigen Wendepunkten des Lebens gemeinsam reflektiert und damit die Erfahrung einzelner gewürdigt. Das theatrale Spiel eröffnet hierbei Möglichkeiten zur Reflexionen des Werdegangs und der eigenen Identität, wobei in der differenzierten Herangehensweise auch Zugänge zu verschütteten Details gelegt werden. Eine größere Klarheit über eigene Befindlichkeiten schafft Raum für weitergehende Gespräche und Begegnungen. Universale Themen wie Krankheit, Alter und Tod sprechen über die persönliche Ebene hinaus kollektive Erfahrungen aller anderen Anwesenden an und bringen neben Heilung und Transformation vergangener Erlebnisse ein Verstehen und Verständnis, Vertrauen und Verbundenheit der Teilnehmer untereinander zum Ausdruck. Während des Prozesses werden die Jugendlichen im Rahmen der „Lebensplanung“ im 11. Jahrgang an das Thema des „Miteinanders“ im Form von Biographiarbeit in die Begegnung mit Senioren geführt. Eine gemeinsame Abschlusspräsentation aus Theater, Gesang und Tanz lässt die Öffentlichkeit am gewachsenen Miteinander teilnehmen und verbindliche Begegnung auch über den offiziellen Projektrahmen hinaus wachsen.

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DIE IDEE

 

Warum GELSENWASSER-Generationenprojekt?


„Den demografischen Wandel gestalten“ lautet eine aktuelle Aufgabe in vielen Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Der Anteil der älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung wächst stetig. Im Jahr 2010 kommen auf jedes Neugeborene 8 Menschen über 65 Jahre. Das muss individuell kein Problem darstellen, doch wird unser Gemeinwesen darauf reagieren müssen. Ein neues „Miteinander der Generationen“ könnte ein Weg sein, diese Entwicklung zu gestalten. Mitzuhelfen, eine aktive Gesellschaft für jedes Lebensalter zu gestalten, in der Gerechtigkeit und Respekt vor den Bedürfnissen aller Generationen herrschen, ist das Ziel des Projekts.

Die Unternehmen des GELSENWASSER-Konzerns konzentrieren darum ihre Sponsoringaktivitäten in den Jahren 2008 bis 2011 auf die vielfältigen Engagements, die das Miteinander der Generationen nachhaltig fördern und einen dauerhaften Nutzen für die jeweiligen Kommunen im Versorgungsgebiet in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, insgesamt 69 Kommunen, bieten.

Dr. Manfred Scholle, Vorstandsvorsitzender der GELSENWASSER AG:
"Ich bin gespannt auf die vielseitigen Ideen aus den Kommunen, wie dieses Miteinander organisiert und initiiert wird."

 

Das GELSENWASSER-Generationenprojekt wurde zum Projekt des Monats März 2009 vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Informationen dazu finden Sie unter www.engagiert-in-nrw.de.